Vorweihnachtlicher Einkaufsstress oder Einkaufsgenuss?

 

Einkaufsstress

Die Shopping Center sind voll von Menschen, die hektisch ihren Weihnachtseinkäufen hinterher jagen. Wie kann es gelingen im Supermarkt nicht die Nerven zu verlieren? Lerne hier Tricks, wie Du den Einkaufsstress zum Einkaufsgenuss machst.

Beobachte Deinen Atem

Die erste und wichtigste Übung zur Reduktion des akuten Einkaufsstress heißt: Beobachte deinen eigenen Atem. Spüre wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt. Höre Deiner eigenen Atmung zu. Und ja, das geht während Du einkaufst und an der Kassa stehst. Spüre wie die Spannung durch das Atmen nachlässt. Die Atmung ist Teil des autonomen Nervensystems. So hast Du direkten Einfluss, sogar auf Deine Herzfrequenz und kannst Dich beruhigen.

Beobachte Deine Gedanken

Nun versuche Deine Gedanken zu beobachten. Höre Deinen Gedanken zu, wie sie meckern und die Menschen und die Atmosphäre im Supermarkt kommentieren. Mache Dir bewusst, was diese Gedanken in Dir auslösen, nämlich noch mehr Einkaufsstress. Überprüfe, ob Dir die ärgerlichen Gedanken gut tun. Ändern diese Gedanken etwas an der Situation im Supermarkt?

Setze die rosarote Brille auf

Die Menschenmassen im Supermarkt kannst Du nicht ändern und auch nicht die Weihnachtslieder, die Du nun schon tausendmal gehört hast, aber es steht in Deiner Macht Deine Einstellung zu diesen Umständen zu ändern. Du kannst die Situation mit anderen Augen sehen und eine andere, vielleicht die rosarote Brille aufsetzen. Mit dieser Brille schenkst Du den nörgelnden Gedanken über die Situation keine Aufmerksamkeit mehr und erkennst, dass es nichts Schlimmes an der Situation gibt, außer du machst sie zu etwas Schlimmen. Eventuell kannst Du innere Zwänge in Dir leiser oder sogar ganz abzustellen, wie: ich muss das noch schnell erledigen, ich hab noch so viel zu tun, warum dauert das so lange, ich habe wirklich die langsamste Kassa erwischt usw.

Was ermöglicht Dir der Einkauf?

Vielleicht gelingt es Dir sogar noch einen Schritt weiterzugehen und den Supermarkt als einen erfreulichen Ort zu sehen, der es Dir ermöglicht ein wunderbares Essen auf den Tisch zu zaubern. Du siehst die wunderbare Vielfalt und Buntheit der vielen Angebote und kannst Dich daran erfreuen.

Es liegt in Deiner Hand was Du aus der „ruhigsten“ Zeit des Jahres machst und wie viel Stress Du Dir beim Einkaufen machst. Ich wünsche viel Spaß und Genuss beim Shopping!

 

Egoismus ist es, sich nicht auf die Couch zu legen

Egoismus ist es nicht auf der Couch zu liegenIn einer sehr intensiven Therapiestunde hatte eine junge Mutter, die sehr gestresst ist und sich fast nie eine Pause gönnt eine glorreiche Erkenntnis über Egoismus, die ich unbedingt mit Euch teilen will.

Diese Frau arbeitet hart, hat ihre Kinder und schupft den Haushalt. Wenn sie sich mal eine Pause gönnt, gelang es ihr bis vor kurzem kaum sich zu entspannen. Sofort hatte sie das Gefühl doch noch die Küche putzen zu müssen, doch noch Staub zu saugen oder sonst irgendeiner „dringenden“ Tätigkeit nachzugehen. Und wenn sie sich dazu zwang mal ein Buch zu lesen, war es für sie sehr schwierig die Zeilen tatsächlich zu lesen, da sie in Gedanken ihre To-Do Liste durchging und sich daher nicht auf das Buch konzentrieren konnte.

Nach intensiver Reflexion hatte sie ihre Erkenntnis: „Ich gönne mir, mich auf die Couch zu legen.“ Sie genoss diese Vorstellung und schwelgte in diesem Vergnügen. Während sie darin schwelgte, wurde ihr klar, dass sie mit dieser Ruhe und Hingabe ihren Kindern ermöglichte zu ihr zum Kuscheln zu kommen und mit ihr die Stille zu genießen. Würde sie putzen und kochen, gäbe es die Chance nicht, das gemeinsame Sein zu genießen und sich einfach nur daran zu erfreuen, dass sie sich gegenseitig haben. Schließlich sagte sie: „ Egoismus wäre es, sich nicht auf die Couch zu legen und ein Buch zu lesen.“

Tatsächlich kommt die Verbundenheit mit dem eigenen Sein, mit der inneren Stille oft zu kurz. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Beziehungen rund um uns, wenn wir vor lauter Tun die Freude am Sein übersehen. Mit dem eigenen Sein verbunden zu sein ermöglicht uns das Sein der Menschen rund um uns wahrzunehmen. Diese Atmosphäre schafft Nähe, Vertrauen und Liebe, statt Stress und Hektik.

Ich liebe den Winter, denn er ist die Realität

 

Winter ist Realität

Ganz viele Menschen hassen schlechtes Wetter. Sie wollen nicht, dass es regnet, kalt ist oder gar der Nebel kommt. Der Winter wird als düster, kalt und ekelhaft bezeichnet. Doch was tun wir uns selbst damit an? Wie gehen wir mit uns selbst um, wenn wir so denken? Liebevoll ist das nicht.

Denn die Realität fragt uns nicht nach unserer Meinung. Sie ist einfach. Der Winter ist wie er ist. Wenn wir ihn als unnötig, unfreundlich oder unliebsam abstempeln, ändert sich das Wetter auch nicht davon. Die Realität ist wie sie ist, egal was wir von ihr halten. Das einzige das sich ändert, ist, dass wir selbst Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen bekommen. Wir bauen einen enormen Widerstand gegen den Winter oder das kalte Wetter auf. Doch egal wie groß unser innerer Kampf gegen den Winter auch sein mag, wir werden niemals gewinnen. Wenn wir also verlieren wollen, dann kämpfen wir doch gegen die Realität an, da können wir sicher sein, dass wir als Verlierer aussteigen.

Was würden Sie sich denn für sich stattdessen wünschen, statt den Winter zu hassen und Widerstand gegen den Winter aufzubauen? Wäre das vielleicht Akzeptanz, annehmen zu können wie es ist ohne sich dagegen zu sträuben? Was wäre das für ein Gefühl wenn Sie das könnten? Würde sich das leichter, wohliger, freier und stiller anfühlen? Die inneren Kommentare über wie es sein sollte und Bewertungen, wie furchtbar es jetzt gerade ist, würden aufhören. Für mich klingt das nach einem liebevolleren Umgang mit sich selbst aber auch mit dem Wetter.

In dem Moment in dem der innere Widerstand fällt, wir akzeptieren können und annehmen können, fällt auch körperliche Spannung ab. Der innere Stresslevel sinkt beträchtlich. Es entsteht Frieden mit der äußeren und der inneren Realität.  Ich liebe den Winter immer dann wenn es Winter ist.