Akuter Schmerz

Dieser Schmerz hat die Aufgabe den Körper zu schützen. Natürlich kann der Körper unter Schmerz nicht im selben Ausmaß belastet werden, wie ohne Schmerzen und das ist eine wichtige Funktion in vielen Fällen. Sie gibt uns Auskunft, was dem Körper im Moment zumutbar ist und was (noch) nicht.

 

Chronischer Schmerz

Ein dauerhaft gleichmäßiger Schmerz gibt keine Auskunft und kann daher keine Warnfunktion übernehmen. Eine Ampel die immer rot ist, hat ihre Funktion verloren. Der Stress den dieser Schmerz verursacht, kann unfassbar groß sein und enormen Leidensdruck verursachen.

 

Wie kann Traumatherapie bei Schmerzen helfen?

Durch die Konzentration auf den eigenen Atem wird das Nervensystem in einen Zustand der Sicherheit und des Vertrauens geführt. Aus diesem Zustand kann die individuelle Schmerzgeschichte ermittelt und reflektiert werden. Spezielle Felt-Sense Techniken ermöglichen die Schmerzverarbeitung und einen neuen Umgang mit den Schmerzen.

 

Wieso ist die individuelle Schmerzgeschichte wichtig?

Der Hintergrund von Schmerzen sind oft traumatische oder schlimme Ereignisse. Diese stehen oft in einem völlig anderen Zusammenhang und haben kaum eine Logik. Die Patienten sind oft über die Geschichte und die Ereignisse hinter dem Schmerz selbst überrascht. Jedoch ermöglicht das Verstehen ein Annehmen und neu Verarbeiten und Einordnen. Der Patient findet einen neuen Zugang zu sich selbst und seinem Körper.

 

Die Lebensqualität steigern

Durch Aufarbeitung der Schmerzspezifischen Themen, als auch aktive Wahrnehmung, dessen was im Körper gut ist, können neue Nervenbahnen aktiviert werden. Der Körper verschaltet neue Netze und erarbeitet sich mit Hilfe des Geistes einen Weg ins Wohlbefinden.

 

Ein Fallbeispiel

Frau E. klagt über massive Rückenschmerzen als sie in die Praxis tritt. Sie habe sich verrissen und könne sich kaum bewegen. Wir setzen uns, beobachten unseren Atem und nehmen den Kontakt zur Couch und zum Boden wahr. Während der peripheren Beobachtung des Schmerzes im Rücken fällt Frau E. ein, als sie als vier Jährige hinter ihrer älteren Schwester auf einem Motorroller gesessen sei. Sie habe die Füße nicht mehr länger hochhalten können und ihre Beine seien dann in die Speichen gerutscht. Frau E. setzt sich tief mit dem Thema des Durch- und Aushaltens auseinander, was ein Muster von ihr sei, das sie nur zu gut kenne. Frau E. formuliert für sich einen neuen Glaubenssatz: „Ich muss nicht durchhalten. Ich kann meine Schwester und jeden sonst bitten anzuhalten.“ Dieser Satz bringt Leichtigkeit und Beschwingtheit in den Rücken. Bei der nächsten Sitzung kann sich Frau E. kaum mehr erinnern Kreuzschmerzen gehabt zu haben.